Stativ Test & Vergleich 2017

Schnellübersicht

SIRUI N-1004 X
Universell
+ Einbein- und Dreibein in Einem
+ gute Verarbeitung
+ leichtgängig
+ stabil
- Tasche nicht gepolstert
Zum Angebot
Manfrotto Befree
Leichtgewicht
+ sehr kompakt
+ leicht
+ relativ stabil
- nicht für lange Brennweiten
- nicht für starken Wind
Zum Angebot

Wie finde ich das richtige Stativ für mich?

Worauf muss ich achten? Unser Stativ Test gibt Ihnen eine Entscheidungshilfe an die Hand. Vor dem Kauf empfehlen wir, zu prüfen, welche Anforderungen man an das neue Stativ stellt.

Dabei sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Welche Ansprüche stelle ich an das Stativ?
  • Welchen Stativkopf brauche ich?
  • Wie viel möchte ich dafür ausgeben?
  • Ist mir ein Carbonstativ den Aufpreis wert?
  • Kann das Stativ das Gewicht meiner Kamera tragen?
  • Gibt es bezüglich der Transportgröße Einschränkungen?
  • Ist das Stativ auch für längere Wanderungen zu gebrauchen?

Wir haben 11 Stative ausgesucht, die wir für Sie im Test unter die Lupe genommen haben. Darunter sind die Hersteller Manfrotto, Sirui, Cullmann, Hama, Velbon, Gitzo, Amazon, Vanguard und togopod.

Direkt zum Testsieger auf Amazon

SIRUI N-1004 X

Sirui N 1004X im Stativ Test

  • Material: Aluminium
  • Eigengewicht: 1,4 kg
  • maximale Belastbarkeit bis ca. 12 kg
  • verschiedene Stile stehen zur Verfügung
  • Dreibeinhöhe 14 – 160,7 cm
  • Einbeinhöhe 42,7 – 156,3 cm

Das SIRUI N-1004 X wird in einem sehr handlichen Karton geliefert. In diesem finden Sie eine Packtasche um das gesamte Zubehör zu verstauen, das Dreibein selbst, Werkzeug in einer Zipplock – Tüte, den Tragegurt, die Handschlaufe, sowie die kurze Mittelsäule in einem separaten Textilbeutel, welche vor Beschädigungen schützt. Die Beinverstellungen sind sehr leichtgängig, aber genau und klemmen tadellos. Auch die Mittelsäule lässt sich nach dem Lösen der entsprechenden Verschraubung ohne merkliches Spiel leicht in der Höhe verstellen. Das Sirui Stativ kann man sehr gut für die Fotografie in Gebäuden oder Veranstaltungen verwenden.

Nun zu den Themen die uns nicht so gut gefallen haben. In unserem Test ist aufgefallen, dass die Transporttasche sehr knapp bemessen ist, wodurch ein schnelles Einpacken und das Mitnehmen von viel Zubehör schwierig werden könnte. Zudem weißt das Stativ eine Torsion auf, welche nicht stark ausgeprägt, aber dennoch vorhanden ist. Trotz einer Belastbarkeit bis 12 kg kann es bei schweren Kameras vorkommen, dass sich die Beine leicht durchbiegen.

Unser Fazit: Das SIRUI N-1004 X hat in unserem Test insgesamt eine gute Figur gemacht.


Manfrotto Befree

Manfrotto Befree Stativ

  • vormontierter Kugelkopf mit Schnellwechselplatte (200 PL)
  • schnelle Bedienung der Beinelemente
  • 180 Grad Beinmechanismus
  • Größe und Gewicht: 39,9 x 12,7 x 12,7 cm und 1,4 kg
  • Belastbarkeit bis ca. 4 kg
  • einzigartiger Klappmechanismus -> komplett einklappbar auf 40 cm
  • 2 verschiedene Anstellwinkel
  • Höhe von 1,22 m ohne ausgefahrene Mittelsäule
  • Komplettgröße 1,42 m

Das Manfrotto Befree kommt mit fest montiertem Kugelkopf daher, welcher mit der Manfrotto Standard Schnellwechselplatte 200 PL ausgerüstet ist. Das Befree ist mit 1,4 kg gegenüber den anderen Stativen im Test ein Leichtgewicht. Gut ist dies insofern, als dass es sich angenehm tragen lässt und so immer dabei ist. Gewicht bedeutet jedoch auch Stabilität. In unserem Test konnten wir das Manfrotto Befree bis zu einer Windstärke von 5 Bft einsetzen, danach wird es bei vollem Auszug(mit eingefahrener Mittelsäule) etwas wacklig. Die Stärke des Befree ist sein Gewicht, dafür hat es aber gewisse Grenzen. Es besticht auchmit seiner Handlichkeit, da es enorm klein ist. Die Stativtasche ist relativ dünn und praktisch nicht gepolstert. Viele Landschaftsfotografen werden das Stativ jedoch ohnehin am Rucksack befestigt mitführen.

Unser Fazit: Ein gut verarbeitetes Stativ, welches sehr handlich und leicht ist. Diese beiden Attribute machen zu eine idealen Wegbegleiter. Es ist nicht für zu starken Wind oder Fotografen, die viel mit Teleobjektiven arbeiten, geeignet.

Preis des Manfrotto Befree auf Amazon anzeigen


Cullmann 52461 NANOMAX 460 RW 20

Cullmann Nanomax 460 im Stativ Test

  • robuster 3 – Weg – Kopf aus Aluminium inklusive Schnellkupplungseinheit
  • 3 Auszüge
  • Höhe 170 cm
  • 4 kg Tragfähigkeit
  • Flexible Beinwinkelverstellung inklusive Makrostellung
  • 10 Jahre Herstellergarantie
  • Größe und Gewicht: 9 x 9 x 55,5 cm und 1,5 kg schwer

Das Cullmann Nanomax 460 wird häufig als Reisestativ beworben. Durch seine geringe Mindesthöhe ist es sehr gut für die Makrofotografie geeignet. Das Produkt ist sehr stabil und dabei nur 1,5 kg leicht. Dennoch lässt sich das Dreibein leicht bedienen und die Klemmen sind ebenfalls sehr stabil. Die Wasserwaage ist nur sehr klein, besser sind in Kameras teilweise verfügbare Neigungssensoren. Ein weiteres, großes Manko ist, dass das Stativ nur einen Kamerateller mitbringt, bei dieser Stativgröße ist eine Schnellkupplung besser.

Unser Fazit: Alles in Allem ein sehr gutes, leicht zu bedienendes Stativ für Einsteiger, welches obendrein ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat.


Manfrotto MT055XPRO3

Manfrotto 055 Stativ

  • einfache Beinschnellverschlüsse
  • Durchmesser der Mittelsäule 28 mm
  • Größe und Gewicht: 61 x 12,7 x 12,7 cm und 2,5 kg
  • maximale Belastung bis zu 9 kg
  • Rohrdurchmesser 30 – 26 – 22,5 mm
  • Gesamthöhe 171 cm

Das Manfrotto 055 ist der Klassiker unter den Stativen und genau so präsentierte es sich auch in unserem Stativ Test. Die Qualität und Funktion liegt im Premiumbereich. Es ist unheimlich stabil und dabei in den Einstellungmöglichkeiten sehr flexibel. Auch bei Wind macht es ein gute Figur.

Das Manko ist das Gewicht. Mit 2,5 kg ist es nicht so leicht, dieses Stativ ständig mitzunehmen und zu tragen. Dazu kommt noch das Gewicht des jeweiligen Stativkopfes.

Unser Fazit: Wenn man das Gewicht außen vor lässt, ist dieses Stativ uneingeschränkt zu empfehlen. Für Fotografen, die ihr Dreibein nicht viel transportieren und beispielsweise im Studio damit arbeiten möchten, ist dies das ideale Produkt.

Zum Manfrotto 055 bei Amazon


Manfrotto MT190XPRO3

Manfrotto 190 im Stativ Test

  • Arbeitshöhe 9 – 160 cm
  • Tragegewicht bis 7 kg
  • Eigengewicht 2 kg
  • 90 Grad umlegbares Mittelsäulensystem für Produkt- und Makrofotografie
  • stabile Schnellverschlüsse
  • frei um die drehbare Mittelsäule drehbare Libelle
  • Easy-Link ermöglicht ermöglicht weiteres Zubehör
  • Packmaß 59 x 12 x 59 cm

Das 190 gehört ebenfalls zu den Klassikern bei Manfrotto, ist allerdings etwas kleiner und leichter als das 055. Was zeichnet dieses Stativ neben einem guten Preis-Leistungsverhältnis aus? Ein akzeptables Gewicht, einfache und durchdachte Bedienung, vielerlei Verstellmöglichkeiten und natürlich der variable Auszug machen das 190 perfekt. Es gibt keinerlei Wackeln, kein durchbiegen und keine Kompromisse einzugehen. Qualität, Robustheit und je nach Ausführung eine umklappbare Mittelsäule begeistern uns.

Für Fotografen, denen das Eigengewicht eine noch entscheidendere Rolle spielt, bietet Manfrotto mit dem MT190CXPRO3 zudem eine Carbon Variante des Stativs an. Diese ist nochmals 400 gr leichter als das „normale“ 190. Das hört sich auf den ersten Blick nicht viel an, aber der Körper und damit die eigene Motivation fürs Fotografieren danken es einem bei längeren Fototouren.

Negativpunkte sind uns im Test nicht aufgefallen.

Unser Fazit: Das Manfrotto 190 ist die ideale Kombination aus Stabilität, Gewicht und Preis. Daher können wir es vorbehaltlos empfehlen.

Das Manfrotto 190 bei Amazon ansehen


HAMA Traveller 170 DUO

Hama Traveller 170 Duo Stativ

  • Höhe 46 – 170 cm
  • aus Aluminium
  • Gummifüße und Spikes
  • integrierte Wasserwaage
  • 1,71 kg schwer / leicht

Wenn man seine erste Spiegelreflexkamera bei einem der großen Elektronikmärkte kauft, so wird als Einsteigerset gern noch ein Hama Stativ dazu genommen. Wie schlägt sich das Hama Traveller 170 Duo im Test?

Das Stativ macht im Gegensatz zu den anderen Kandidaten einen relativ wackligen Eindruck. Beim Auspacken ist uns ein eigenartiger Geruch aufgefallen, welcher sich erst nach 2 Wochen gegeben hat. Gut: Das Hama Stativ verfügt über eine intregrierte Wasserwaage. Es ist zwar recht günstig, unserer Meinung nach sollte man jedoch lieber etwas tiefer in die Tasche greifen und einen stabileren Kandidaten wählen. Das Hama Traveller 170 DUO fing in unserem Test bereits bei Windstärke 4 an zu vibrieren. Dies war dann sowohl bei Aufnahmen längeren Brennweiten als auch bei längeren Belichtungen das KO Kriterium.

Unser Fazit: Ein günstiges Stativ, jedoch sollte man bei der Stabilität nicht zu viel erwarten.


Velbon Sherpa 5470 D

Velbon Sherpa 5470 D

  • Höhe 25-157 cm
  • aus Aluminium
  • Eigengewicht 1,9kg
  • Mit PH-157Q Kopf verfügbar

Die erste positive Eigenschaft, die uns am Velbon Sherpa 5470 D aufgefallen ist, ist die geringe Minimalhöhe von 25 cm. Dieser Punkt ist als absolut positiv zu verstehen und besonders für die Makrofotografen interessant. Für unseren Test wurde entgegen der Beschreibung auch eine Stativtasche mitgeliefert. Das Stativ selbst macht einen sehr standfesten Eindruck und eignet sich damit sowohl für Foto, also auch für Videokameras. Auch die Beinauszüge machten im Testzeitraum keinerlei Probleme. Dieses Stativ besteht aus Aluminium, welches mit einer schwarzen Farbe versehen ist.

Unser Fazit: Das Sherpa 5470 D ist ein guter Allrounder, das besonders für Makrofotografen interessant ist.


Gitzo GT1542 Mountaineer

Gitzo GT1542 Mountaineer

  • Höhe 15-159 cm
  • Gewicht 1,28 kg
  • 4 Beinsegmente
  • Transportlänge 54 cm
  • Material: Carbon

Das Gitzo GT1542 ist unter Landschaftsfotografen sehr verbreitet. Einer der prominentesten Nutzer ist Marc Adamus. Dieses Stativ aus Carbon ist mit 1,28 kg sehr leicht und dennoch äußerst stabil. Durch seine 4 Beinsegmente lässt es sich bis auf 54cm zusammenschieben. Das Velbon Sherpa 5470 D hat von allen hier getesteten die kleinste Arbeitshöhe. Sage und schreibe 15cm über dem Boden dürfte jedem Makrofotografen ausreichen.

Die Beine lassen sich in drei verschiedenen Anstellwinkel justieren, um für jede Kombination von Höhe und Standfestigkeit gewappnet zu sein. Die Beinverstellungen lassen sich mit Drehverschlüssen arretieren, was besonders schnell vonstatten geht und darüber hinaus ein Einklemmen der Finger unmöglich macht. Der Preis dieses Stativs spielt sicher in einer eigenen Liga, aber es leistet sich eben auch keinerlei Schwächen.

Unser Fazit: Wer mit der Fotoausrüstung viel wandert und dabei extrem auf Gewicht achtet, der wird hier fündig.


AmazonBasics Stativ

AmazonBasics Stativ

  • Höhe: 51-157 cm
  • Tragkraft: bis 4 kg
  • mit Kugelkopf verfügbar

Mittlerweile hat Amazon sein eigenes Stativ im Programm, auch um Einsteigern in die Fotografie gerecht zu werden. Dieses Dreibein hat ebenfalls Drehverschlüsse und hat in unserem Test für seinen Preis einen vernünftigen Eindruck gemacht. Besonders für kleine Kamera und auch Vollformatkameras mit Weitwinkel ist es zu empfehlen. Es war im Test standfest und hat nur bei Teleobjektiven von mehr als 300mm nach der Arretierung etwas nachgegeben.

Auf die Wechselplatte sollte man Acht geben, da diese nicht einzeln verkauft wird. Die Verarbeitung ist ok, die Mittelsäule sollte man besonders bei Wind nicht in Anspruch nehmen, was aber im Grunde genommen für alle Stative gilt. Hier und da kommt Plastik als Material zum Einsatz, was nicht jedermanns Sache ist. Für Video ist dieses Stativ nicht zu empfehlen, da es beim Schwenken in unserem Test ruckelte.

Unser Fazit: Ein Stativ mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, für Video nicht zu empfehlen.


Vanguard Alta Pro 253CT Carbon

Vanguard Alta Pro 253CT

  • Höhe: max 165 cm
  • 3 Beinsegmente
  • umkehrbare Mittelsäule

Das Vanguard Alta Pro 253CT ist eines der Carbon Stativ aus dem mittleren Preissegment. Ein besonderes Feature ist die umkehrbare Mittelsäule, was besonders für die Makrofotografen spannend ist. Auch hier sind die Beine in drei verschiedenen Winkeln anstellbar. Im Test hat uns dieses Produkt sehr gut gefallen. Eine tolle Sache sind die Gummifüße, aus denen sich bei Bedarf Spikes heraus drehen lassen. Damit steht das Dreibein auf wirklich allen Untergründen fest da.

Das Alta Pro 253CT ist neben Carbon aus Aluminium hergestellt. Bei anderen Herstellern sind die Verbindungsteile aus PVC, daher ist dieses Stativ etwas robuster. Der Einsatz von Aluminium schlägt sich insofern zu Buche, als dass das Vanguard Dreibein etwa 300 gr mehr auf die Waage bringt als seine Mitbewerber.

Unser Fazit: Das Stativ hat im Test auch bei Langzeitbelichtungen eine gute Figur gemacht. Als weiteres Argument sind gleich zwei Wasserwaagen an Bord. Von uns eine dicke Empfehlung!


togopod Max

Togopod Max - Beine eingefahren

  • Höhe: max 135 cm
  • 4 Beinsegmente
  • Moosgummi Beschichtung an allen Beinen
  • Sehr kleines Packmaß
  • Nur 1,1 kg leicht

Ich würde das togopod Max ohne Einschränkung weiterempfehlen. Es hat ein unglaublich kleines Packmaß und ist hauptsächlich für Landschaftsfotografen gedacht. Das Gewicht von 1,1 kg ist sehr angenehm. Die Arbeitshöhe beträgt etwa 111 cm und lädt damit eher zu niedrigeren Fotoperspektiven ein. Ich empfinde das aber nicht als Nachteil, da meine Fotos sehr oft in niedrigen Kamerapositionen entstehen. In der Praxis habe ich beim togopod Max oftmals nur ein oder zwei Beinsegmente benutzt. Die Stabilität ist vollkommen ausreichend. Dazu kommt, dass das Stativ bei Amazon aktuell knapp 80 Euro kostet, was ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bedeutet. Ein ausführlicher Test zum togopod Max ist hier zu finden.

Unser Fazit: Klein, leicht, bezahlbar. Das togopod Max ist ein gutes Reisestativ.


Unser Fazit zum Stativ Test & Vergleich

Möchten Sie ein wirklich gutes, unproblematisches und seinem Preis entsprechendes Stativ für jegliche Fotografie haben und ein Stativ kaufen, so vergleichen Sie ganz genau. Wir haben Ihnen 11 Stative im Test aufgeführt und die Vor- und Nachteile aufgezeigt. Bevor Sie sich für eines davon entscheiden, muss der Anwendungszweck geprüft werden. Unsere Wahl für das beste Stativ fiel als Allrounder einstimmig auf das Manfrotto 190. Gewicht und Stabilität stehen in einem hervorragenden Verhältnis, ebenso Preis-Leistung. Zusammen mit einem passenden Stativkopf kann man hier nichts falsch machen.

Manfrotto 190 auf Amazon ansehen

Unser Testsieger: Was spricht für das Manfrotto 190?

Das Stativ hat die optimale Kombination aus Eigengewicht und Tragfähigkeit. Die Stabilität besteht in jeder Situation. Sowohl Profis, als auch Einsteiger können dieses Stativ ohne jegliche Einschränkungen nutzen. Im Test besticht die hervorragende Verarbeitung und Bedienbarkeit. Zudem kann weiteres Zubehör angeschlossen werden und sie sind mit der frei drehbaren Libelle vollkommen flexibel.

Ein wirklich tolles Stativ, dass in jeder Situation Standfestigkeit, Flexibilität, Freiheit, schnelles Verändern der Beine und tolle Voraussetzungen für Fotos in jeglicher Situation bietet.


Häufig gestellte Fragen

Wozu brauche ich ein Stativ?

Mit einem Stativ verwackelt man Fotos in dunkleren Lichtsituationen nicht so leicht. Darüber hinaus sind damit Langzeitbelichtungen möglich und Aufnahmen mit langen Teleobjektiven, ohne dass man das Bild verwackelt.

Was kostet ein Stativ?

Für ein Stativ kann man zwischen 10 Euro und 2000 Euro ausgeben. Wir empfehlen, dass man sich vorher überlegt, wofür man das Stativ einsetzen möchte und dann nicht das Billigste nimmt. In der Praxis würden wir dann zwischen 100 und 200 Euro für ein Stativ einrechnen, das man dann ohne Weiteres 10 Jahre nutzen kann.

Manfrotto Befree Komplettansicht

Manfrotto Befree Komplettansicht

Was muss ein Stativ können?

Das hängt stark davon ab, was man damit machen will. Für mich als Landschaftsfotograf ist ein gutes Stativ ein Kompromiss aus leicht zu tragendem Gewicht, was trotzdem stabil ist und sich leicht bedienen lässt. Für jemanden, der ein Dreibein im Studio einsetzen will, spielt aber das Gewicht beispielsweise keine Rolle.

Manfrotto Befree Beinklemmen

Manfrotto Befree Beinklemmen

Gibt es Situationen, in denen ich kein Stativ einsetzen darf?

In Deutschland gilt die Panoramafreiheit. Das heißt: Von öffentlichem Grund aus darf immer fotografiert werden. Einschränkungen gibt es natürlich, wenn Personen auf dem Bild die Hauptrolle spielen. Stative kommen besonders in der Architektur- und Landschaftsfotografie zum Einsatz. Ein der Landschaft gibt es praktisch keine Einschränkungen. Bei Architekturfotografie muss man speziell bei Innenräumen darauf achten, ob Fotos erlaubt sind und ob der Einsatz eines Stativs erlaubt ist. Hier gelten dann immer die Hausregeln des Eigentümers.

Wann braucht man ein Stativ?

Ein Stativ kommt häufig in der Landschafts- und Architekturfotografie zum Einsatz. Will man in der Dämmerung oder in der Nacht fotografieren, werden die Belichtungszeiten so lang, dass man zwingend ein Stativ braucht. Auch in Situationen, wo man von einem Bildausschnitt mehrere Belichtungen macht, um diese am PC zusammen zu setzen (zum Beispiel HDR), ist ein Stativ hilfreich.

Manfrotto Befree Stativkopf

Manfrotto Befree Kopf

Wie hoch sollte mein Stativ sein?

Je nachdem, was man fotografiert, sollte das Dreibein eine gewisse maximale oder minimale Höhe haben. Ein Tipp an dieser Stelle: Ich versuche, die Mittelsäule nie auszufahren. Damit wird das Stativ meist erheblich wackliger. Daher empfehle ich beim Kauf darauf zu achten, welche Höhe das Stativ mit eingefahrener Mittelsäule hat. In dieser Stellung sollte es wenigstens auf Brusthöhe sein. Für Makrofotografen, die auf gern auf dem Bauch liegend Fotos machen, ist die minimale Höhe interessant.

Wie schwer darf das Stativ sein?

Auch hier gilt: Kommt darauf an, was man damit fotografieren will. Für einen Studiofotografen sind 5 kg kein Problem. Für mich als Landschaftsfotograf liegt die Grenze für Stativ mit Kopf bei 2 kg.

Manfrotto Befree Stativplatte

Manfrotto Befree Stativplatte

Welches ist das beste Stativ?

Da die Einsatzzwecke so unterschiedlich sind, gibt es sicherlich nicht das beste Stativ. Aber als generellen Anhaltspunkt einfach im den Test weiter oben schauen 🙂

Welche Kamera passt auf welches Stativ?

Die Stativgewinde der Kameras sind so standardisiert, dass es hier so gut wie keine Einschränkungen gibt. Ich konnte bisher jede meiner Kameras an jedem Stativ nutzen.

Welches Stativ ist für Videos sinnvoll?

Für die Filmer ist ein Schwebestativ, auch Steadycam genannt, eine sinnvolle Anschaffung. Mehr Infos zu Schwebestativen gibt es bei den Kollegen von schwebestativ-test.de.

Stativ Test & Vergleich 2017: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
5,00 von 5 Punkten, basierend auf 1 abgegebenen Stimmen.
Loading...